Kornblumenblaues Cocktailkleid

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Das Schnittmuster aus der Burda Style 03/2016 #125 hat mich irgendwie gleich beim ersten Durchblättern angelacht, aber da es mir dann zuerst doch ein bißchen zuviel 50er-Jahre-Retro-Stil war, habe ich die Idee erstmal verworfen und es nicht genäht. Aber es blieb im Hinterkopf und als ich etwas später eine Einladung zu einer Hochzeit im September erhielt, kam mir das Schnittmuster wieder in den Sinn und eine passende kornblumenblaue Seide hatte ich auch noch da..

Genäht habe ich Größe 36 ohne Änderungen, bei einem weiten Rock mit Kellerfalten muss man ja nicht viel anpassen. Das die Schultern sehr stark überschnitten sind und so kleine Ärmelchen bilden, fiel mir erst bei der ersten Anprobe auf, aber im Nachhinein finde ich es ganz hübsch und es passt in meinen Augen auch gut zum Retro-Charme des Kleides.

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Besonders schön finde ich die ungwöhnliche Linienführung des Oberteils (die hat mich auch überhaupt von dem Kleid so begeistert). Schön, wie diese beiden Nähte neben der Mittelnaht genau in die Kellerfalten vom Rockteil übergehen, oder?

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Vorne und hinten geben drei Kellerfalten dem Rockteil schön viel Weite. Der Rockteil ist übrigens ungefüttert. Dadurch bleibt das Kleid schön leicht und luftig und auch bei hohen Temperaturen sehr angenehm zu tragen.

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Weil ich das Kleid alleine irgendwie etwas langweilig fand, bzw. irgendwie etwas fehlte, habe ich rund um die Taille einen Rest antike schwarze Spitze appliziert. Ich finde, das Schwarz passt gut zu dem leuchtenden Blau und der Übergang vom Oberteil zu den Kellerfalten im Rockteil sieht harmonischer aus. Hier sieht man auch, wie die Abnäher am  vorderen Oberteil verlaufen, da ist nämlich so ein kleiner halbrunder Keil an den Seiten eingesetzt.

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Rosa Culottes

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Culottes sind seit langem mal wieder ein Trend, der mir richtig gut gefällt. Und da ich momentan leider wenig Zeit zum Nähen habe, habe ich stattdessen ein paar alte Sachen umgearbeitet. Diese Marlenehose (Burda Style 04/2012 #125) habe ich vor Ewigkeiten mal genäht und selten getragen. Marlenehosen sind leider so unpraktisch – irgendwie sehen sie nur schön aus, wenn sie exakt bodenlang sind, also kann man sie praktisch nur immer mit denselben Schuhen tragen, mit denen man auch die Saumlänge festgelegt hat. Und wehe man hat diese Schuhe irgendwann nicht mehr..

Culottes sind da irgendwie kombinierfreudiger, was die Schuhe angeht. Ich finde, sie sehen mit allen möglichen Arten von flachen und hohen Schuhen gut aus.

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Den geknöpften Hosenlatz vorne mag ich besonders gerne – das ist mal was anderes, als der typische 0-8-15-Hosenverschluss! Unter dem Latz schließt die Hose ganz normal mit einem Reißverschluss – hier zu nochmal genauer zu sehen.

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Sandbeige und Bleu

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Ab und zu kommt es ja mal vor, dass mir etwas in der Burda so gut gefällt, dass ich es aus dem Originalstoff nachnähen will, so wie bei diesem Rock (Burda Style 02/2014 #109). Der Stoff ist ein Jacquard mit etwas Stretch und zartblauem ornamentalen Muster auf sandbeigen Grund. Und ich geb’s zu, am liebsten hätte ich die dazu passende Kostümjacke auch noch genäht, aber dafür konnte ich nicht mehr genügend von dem Stoff ergattern.

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Aber auch einzeln finde ich den Rock schön, hier habe ich ihn mit meiner Origami-Bluse kombiniert. Mir gefällt die Kombination aus Jeansrock-Stil und ‘feinem’ Stoff. Außerdem sieht der Schnitt auf den ersten Blick relativ simpel aus, aber auf den zweiten Blick erkennt man ein paar Raffinessen: Zum Beispiel sind die rückwärtigen Abnäher in die Quernähte der Passe verlegt worden und vorne sind sie irgendwie in der Tascheneingriffansatznaht verschwunden (da habe ich nicht ganz herausgekriegt, wie das genau funktionert). Ich finde, er macht eine sehr schöne Silhouette und sitzt sehr gut – auch wenn ich hier eine Hohlkreuzanpassung machen musste.

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Der Rock ist von Burda mit Futter vorgesehen. Bei einem Rock im Jeansrock-Stil finde ich das eher ungewöhnlich, aber zugegebenermaßen ganz praktisch.

Vorne werde die Abnäher beim Futter nur in Fältchen gelegt. Hinten sind sie sowieso in der Quernaht der Passe verschwunden.

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Das einzige Problem, das beim Füttern aufgetaucht ist: Diese kleine Stelle unten rechts neben dem Rockschlitz: Muss da so? Ich habe lange darüber gegrübelt, aber mir ist keine bessere Lösung dafür eingefallen (die Anleitung sagt dazu nichts).

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Leinenhose

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Die nächste Hose ist fertig. Diesmal nach dem Schnittmuster Ottobre 02/2015 #2 aus einem Leinenköper in Black-Jeans Optik. Die Hose gefiel mir ja schon als Probeteil sehr gut und nach ein paar minimalen Änderungen (die ich aus Zeitmangel leider nicht dokumentiert habe, aber es sind im Prinzip die gleichen wie bei der letzten Hose) bin ich restlos begeistert. Ich glaube, das wird eine meiner Lieblingshosen!

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Die Hose sitzt schön leger, ist sehr bequem und es sind sogar alle Falten an den hinteren Hosenbeinen verschwunden! Sehr gut gefallen mir auch die Aufschläge an den Hosenbeinsäumen. Die wollte ich erst weglassen, aber irgendwie fehlte der Hose dann dass I-Tüpfelchen und ich finde, sie geben der Hose etwas mehr Chic.

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Die Gürtelschlaufen habe ich weggelassen, da ich nicht vorhabe zu dieser Hose einen Gürtel zu tragen. Dafür habe ich den Bund und die Kanten der Hosentaschen aber nochmal halbfüßchenbreit abgesteppt und einen Knopf verwendet.

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Sommerblüten-Aquarell

 

Heute mal trotz sieben-Tage-Regenwetter ein sommerliches Outfit aus Bleistiftrock und Wasserfall-Top. Den schmalen Rock mit hoher Taille und Bindegürtel (Burda Style 04/2014 #114) hatte ich in der Zeitschrift erst gar nicht wahrgenommen, weil man ihn auf dem Foto darin kaum sieht. Erst viel später fielen mir die schönen Details auf.

Im Original hat der Rock noch vertikale Paspeltaschen in den vorderen Teilungsnähten, die ich eigentlich auch sehr schön finde. Beim Probenähen hat sich bei mir aber herausgestellt, dass die im Sitzen sehr undekorativ aufklaffen (Füttern hat da auch nicht geholfen), also habe ich sie weggelassen. Genäht habe ich den Rock aus weißem Elastik-Baumwollsatin (2% Elasthan) mit einem sommerlichen Blumenbordürendruck.

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Das Wasserfall-Top habe ich nach Burda Style 03/2013 #128 aus ultramarinblauem Seidencrèpe genäht. Von dem Schnittmuster bin ich nicht ganz so begeistert: Erstens hatte ich mir mehr “Wasserfall” erhofft und zweitens sind die Armlöcher mal wieder viel zu tief ausgeschnitten. Das ist mir jetzt schon ein paar mal bei Burda-Schnittmustern aufgefallen (leider immer erst zu spät). Solange der Arm darüberliegt, sieht man aber nichts davon. Und weil es farblich so gut zum Rock passt, werde ich es trotzdem behalten..

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Der Rock ist ungefüttert, nur der angeschnittene Bund hat einen, bei mir mit gewebter Vlieseline verstärkten, Besatz. Es war nicht ganz einfach der querelastischen Stoff so weit entfernt von der Bundkante faltenfrei auf dem Besatz festzusteppen, da musste ich per Hand vorheften.

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Blaue Hose

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Endlich ist meine Hose aus navyblauem Baumwoll-Gabardine fertig (Burda Style 01/2012 #122). Der Stoff hat 3% Elasthan und ist leicht querelastisch. Außerdem hat der Stoff so eine schöne, fast samtige Oberfläche.

Ich habe noch ein Weilchen mit dem Probeteil herumprobiert, dann aber beschlossen, jetzt die richtige Hose zu nähen und damit sieht die Hose schon wieder ganz anders aus, als das Probeteil aus Nesselstoff. Am hinteren Hosenbein sind immer noch ein paar Falten, aber es sieht trotzdem noch besser aus, als bei jeder gekauften Hose dieser Art, die ich jemals anprobiert habe. Irgendwann befasse ich mich nochmal mit Schnittkonstruktion von Hosen, es muss doch möglich sein, eine perfekt sitzende Hose ohne Falten zu nähen..

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Da der Baumwoll-Gabardine etwas dicker ist, habe ich die Hose doch in der der originalen Knöchellänge gelassen. Die Länge gefällt mir ganz gut für kühlere Tage.

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Innen sind alle Nahtzugaben mit selbsthergestelltem Schrägband aus Baumwollbatist versäubert, die Taschenbeutel und die Innenseite des Bundes sind aus dem gleichen Stoff. Das macht zwar ein bißchen mehr Arbeit, aber es sieht so schön aus und ich hatte noch einen Reststück Baumwollbatist, das farblich perfekt zum Hosenstoff passte.

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Teerosenkleid

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Dieses Kleid hat sich einfach so in meine anderen Nähpläne gemischt, weil ich den Stoff im Laden sah, ihn haben musste und mir irgendwie sofort ein Hemdblusenkleid vorschwebte. Das ist ein schöner luftiger Batist oder Voile aus Baumwolle mit 20% Leinenanteil – trägt sich sehr angenehm! Nach dem Schnittmuster musste ich etwas länger suchen, da mir die meisten Hemdblusenkleiderschnitte zu wenig Form haben. Ein bißchen Taillierung muss schon sein, es kann ja trotzdem locker sitzen. Das Schnittmuster Burda Style 6760 finde ich da genau richtig.

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Das Kleid ist relativ schmal geschnitten, mit Abnähern vorne und hinten, einer geschwungenen hinteren Mittelnaht, was bei mir zumindest immer besser sitzt als eine gerade Mittelnaht oder wenn das Rückenteil im Stoffbruch zugeschnitten wird. Und zum Saum hin ist es leicht eingestellt.

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Außerdem hat das Kleid einen Reverskragen! Reverskrägen mag ich sehr gerne, aber leider sind Schnittmuster für Kleider und Blusen mit Reverskrägen ziemlich selten.

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Man kann das Kleid auch ohne Gürtel tragen, aber ich finde mit sieht es besser aus. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit meinen selbstgenähten Obi-Bindegürtel zu tragen.

Da das Kleid nicht gefüttert ist, habe ich alles mit (falschen) französischen Nähten versäubert und den Beleg mit Schrägband versehen. Ich bevorzuge die falschen französischen Nähte, weil man sich das Links-Rechts-Gewurschtel spart und es eigentlich genauso schön aussieht (man sieht nur die Naht auf der eingeklappten Nahtzugabe). Nur die Armlochnaht habe ich mit Zickzackstich versäubert, nach meiner Erfahrung lässt sich dass am fertigen Kleidungsstück am besten bügeln. Ich habe da schon alles versucht: Schrägband, französische Nähte, aber hinterher stört das immer und macht das Bügeln umständlich.

Genäht habe ich Gr. 36 ohne Änderungen – ich habe festgestellt, dass es für mich nicht bei jedem Schnitt von Burda notwendig ist, an der Hüftweite eine halbe bis ganze Größe zuzugeben (neuerdings vermesse ich die Schnittteile immer vor dem Nähen ausführlichst).  Das einzige, das ich geändert habe: Ich habe andere Ärmel genommen. Die ursprünglichen Ärmel, die das Schnittmuster vorsieht (rechts im Bild) gefielen mir nicht so gut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein derartig weit/gerade geschnittener Ärmel gut aussieht. Also habe ich stattdessen den bewährten und schon angepassten Ärmel von meiner Himbeer-Bluse (Burda Style 10/2009 #105) genommen (links im Bild). Obwohl es nicht so aussieht, hat die Armkugel fast die gleiche Strecke und außerdem ließ sich der Stoff sehr gut einhalten.

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Auf der Suche nach DER 7/8 Hose – Passformfragen

Nach vielen Röcken, Kleidern und Blusen will ich mich jetzt endlich mal wieder mit dem Nähen von Hosen befassen. Die vernachlässige ich immer ein bißchen. Wobei das Nähen von Hosen geht ja eigentlich schnell und unkompliziert, aber die Passform..

Bisher habe ich hauptsächlich Shorts und Marlenehosen nach Schnittmustern von Burda genäht und da auch mittlerweile meine Standardänderungen herausgefunden. Aber jetzt würde ich gerne ein, zwei schmale 7/8-Hosen mit Stretchanteil nähen und eine etwas legerere mit Bundfalten aus Leinen.

Um das richtige Schnittmuster zu finden, habe ich mir erstmal ein paar Varianten herausgesucht und Nesselmodelle genäht:

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