Weihnachtskleid Sew Along 2016 #5

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Es ist fertig – gerade noch rechtzeitig! Natürlich habe ich auf die Schnelle keinen passenden Rollkragenpulli mehr zum drunterziehen gefunden und mich jetzt mit einem Trägerhemdchen begnügt. Es hat auch nicht ganz den Farbton, den ich mir vorgestellt hatte, aber es geht. Und wenn mir zu kalt wird, werde ich einfach einen schwarzen Samtblazer dazu tragen.

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Frohe Weihnachten im selbstgenähten Weihnachtskleid an alle Weihnachtskleidnäherinnen beim Weihnachstkleid Sew Along 2016 auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog!

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Weihnachtskleid Sew Along 2016 #4

Nachdem ich den dritten Termin des Weihnachtskleid Sew Along verpasst habe (es gab aufgrund von Zeitmangel einfach keine Fortschritte zu berichten) bin ich jetzt in bißchen vorangekommen und das Kleid nimmt langsam Form an.

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Jetzt muss ich eigentlich nur noch das Futter am Reißverschluss und an die seitliche Öffnung am Oberteil (praktisch die Verlängerung vom Reißverschlussschlitz) Druckknöpfchen einnähen.

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Und am Rocksaumschlitz muss das Fütter natürlich auch noch befestigt werden.

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Ich hoffe, ich finde noch ein bißchen Zeit, um das Kleid fertig zu nähen. Eigentlich ist ja nicht mehr viel zu tun..

Hier geht es zu den anderen Weihnachtskleidnäherinnen, von denen einige sogar mit ihrem Weihnachtskleid schon fertig sind!

Weihnachtskleid Sew Along 2016 #2

Ihr habt mich überzeugt – nach langem Hin- und Her-Überlegen  habe ich mich doch noch entschieden, das Kleid aus der Burda Style 08/2011 #126 zuerst zu nähen. Geplant ist das schon länger, weil ich die Kombination aus dem schmalen Rockteil und dem blusigen Oberteil so schön finde. Es gibt nur eine kleine Schwierigkeit: Man muss irgendetwas daruntertragen, weil der Ausschnitt sehr tief ist. Ich hatte da an einen feineren, dünnen Rollkragenpullover gedacht, aber mal gucken, ob ich da bis Weihnachten noch einen farblich passenden auftreiben kann..

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Zugeschnitten habe ich jedenfalls schon und ich bin gespannt, ob mir die Kombination der Stoffe dann am fertigen Kleid noch genauso gut gefällt. Was das für Materialen sind, kann ich leider nicht sagen (beide Stoffe habe ich geschenkt bekommen) – der gemusterte Stoff könnte Viskose sein, der fällt schön weich. Und der unifarbene könnte ein Baumwollgmisch sein, der hat ganz leichten Stand und fühlt sich an wie ein leichter Kostümstoff.

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Zur Sicherheit und falls noch Zeit übrig bleibt, habe ich das andere Kleid aber auch gleich noch mit zugeschnitten 😉 :

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Hier geht es zu den anderen Weihnachtskleidnäherinnen.

Weihnachtskleid Sew Along 2016 #1

Schon so oft habe ich auf dem Me Made Mittwoch Blog die vielen tollen Sew Alongs verfolgt und gedacht: Zu dem Thema hätte ich auch Nähpläne, aber leider gerade jetzt überhaupt keine Zeit zum Nähen..

Also will ich die Gelegenheit jetzt mal ergreifen und beim Weihnachtskleid Sew Along 2016 mitmachen.

Wenn ich so zurückdenke, fällt mir überraschenderweise auf, dass ich wohl noch nie ein Kleid oder Outfit extra für Weihnachten genäht habe, sondern zu diesem Anlass immer shoppen war (das mache ich zugegebenermaßen genauso gerne wie nähen). Aber dieses Jahr soll das mal anders sein. Ich habe nämlich vor kurzem einen sehr schönen camel-navyblau-gemusterten Blazermantel gekauft und leider gar kein passendes Kleid dazu.

Zum Glück habe ich noch einen schönen sesamfarbenen Wollstoff hier liegen und als Schnittmuster schwebt mir Burda Style 09/2012 #107 vor. Das Kleid kann man je nachdem wie man es kombiniert, etwas festlicher an den Weihnachtstagen oder auch im Alltag tragen.

Ich bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob

  • es Minilänge oder Knielaänge haben soll
  • ich diesen kleinen Stehkragen am Ausschnitt brauche
  • ich hinten einen V-Ausschnitt oder einen normalen Ausschnitt möchte

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Eine eventuelle zweite Option wäre noch dieses hier (der Rockteil aus dem cognacfarbenen Uni-Stoff und das Oberteil aus dem geblümten Krinkelstoff). Das Schnittmuster ist aus der Burda Style 08/2011 #126.

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Jetzt schaue ich mir bis zum nächsten Termin (der schon am Sonntag ist) erstmal hier die vielen tollen Weihnachtskleid-Ideen der anderen Nähbloggerinnen an.

Kornblumenblaues Cocktailkleid

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Das Schnittmuster aus der Burda Style 03/2016 #125 hat mich irgendwie gleich beim ersten Durchblättern angelacht, aber da es mir dann zuerst doch ein bißchen zuviel 50er-Jahre-Retro-Stil war, habe ich die Idee erstmal verworfen und es nicht genäht. Aber es blieb im Hinterkopf und als ich etwas später eine Einladung zu einer Hochzeit im September erhielt, kam mir das Schnittmuster wieder in den Sinn und eine passende kornblumenblaue Seide hatte ich auch noch da..

Genäht habe ich Größe 36 ohne Änderungen, bei einem weiten Rock mit Kellerfalten muss man ja nicht viel anpassen. Das die Schultern sehr stark überschnitten sind und so kleine Ärmelchen bilden, fiel mir erst bei der ersten Anprobe auf, aber im Nachhinein finde ich es ganz hübsch und es passt in meinen Augen auch gut zum Retro-Charme des Kleides.

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Besonders schön finde ich die ungwöhnliche Linienführung des Oberteils (die hat mich auch überhaupt von dem Kleid so begeistert). Schön, wie diese beiden Nähte neben der Mittelnaht genau in die Kellerfalten vom Rockteil übergehen, oder?

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Vorne und hinten geben drei Kellerfalten dem Rockteil schön viel Weite. Der Rockteil ist übrigens ungefüttert. Dadurch bleibt das Kleid schön leicht und luftig und auch bei hohen Temperaturen sehr angenehm zu tragen.

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Weil ich das Kleid alleine irgendwie etwas langweilig fand, bzw. irgendwie etwas fehlte, habe ich rund um die Taille einen Rest antike schwarze Spitze appliziert. Ich finde, das Schwarz passt gut zu dem leuchtenden Blau und der Übergang vom Oberteil zu den Kellerfalten im Rockteil sieht harmonischer aus. Hier sieht man auch, wie die Abnäher am  vorderen Oberteil verlaufen, da ist nämlich so ein kleiner halbrunder Keil an den Seiten eingesetzt.

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Teerosenkleid

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Dieses Kleid hat sich einfach so in meine anderen Nähpläne gemischt, weil ich den Stoff im Laden sah, ihn haben musste und mir irgendwie sofort ein Hemdblusenkleid vorschwebte. Das ist ein schöner luftiger Batist oder Voile aus Baumwolle mit 20% Leinenanteil – trägt sich sehr angenehm! Nach dem Schnittmuster musste ich etwas länger suchen, da mir die meisten Hemdblusenkleiderschnitte zu wenig Form haben. Ein bißchen Taillierung muss schon sein, es kann ja trotzdem locker sitzen. Das Schnittmuster Burda Style 6760 finde ich da genau richtig.

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Das Kleid ist relativ schmal geschnitten, mit Abnähern vorne und hinten, einer geschwungenen hinteren Mittelnaht, was bei mir zumindest immer besser sitzt als eine gerade Mittelnaht oder wenn das Rückenteil im Stoffbruch zugeschnitten wird. Und zum Saum hin ist es leicht eingestellt.

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Außerdem hat das Kleid einen Reverskragen! Reverskrägen mag ich sehr gerne, aber leider sind Schnittmuster für Kleider und Blusen mit Reverskrägen ziemlich selten.

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Man kann das Kleid auch ohne Gürtel tragen, aber ich finde mit sieht es besser aus. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit meinen selbstgenähten Obi-Bindegürtel zu tragen.

Da das Kleid nicht gefüttert ist, habe ich alles mit (falschen) französischen Nähten versäubert und den Beleg mit Schrägband versehen. Ich bevorzuge die falschen französischen Nähte, weil man sich das Links-Rechts-Gewurschtel spart und es eigentlich genauso schön aussieht (man sieht nur die Naht auf der eingeklappten Nahtzugabe). Nur die Armlochnaht habe ich mit Zickzackstich versäubert, nach meiner Erfahrung lässt sich dass am fertigen Kleidungsstück am besten bügeln. Ich habe da schon alles versucht: Schrägband, französische Nähte, aber hinterher stört das immer und macht das Bügeln umständlich.

Genäht habe ich Gr. 36 ohne Änderungen – ich habe festgestellt, dass es für mich nicht bei jedem Schnitt von Burda notwendig ist, an der Hüftweite eine halbe bis ganze Größe zuzugeben (neuerdings vermesse ich die Schnittteile immer vor dem Nähen ausführlichst).  Das einzige, das ich geändert habe: Ich habe andere Ärmel genommen. Die ursprünglichen Ärmel, die das Schnittmuster vorsieht (rechts im Bild) gefielen mir nicht so gut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein derartig weit/gerade geschnittener Ärmel gut aussieht. Also habe ich stattdessen den bewährten und schon angepassten Ärmel von meiner Himbeer-Bluse (Burda Style 10/2009 #105) genommen (links im Bild). Obwohl es nicht so aussieht, hat die Armkugel fast die gleiche Strecke und außerdem ließ sich der Stoff sehr gut einhalten.

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Verlinkt bei MeMadeMittwoch

Ein Winterkleid

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Dieses Kleid (#118 aus Burda Style 10/2012) steht schon sehr lange auf meiner Nähliste, die Kombination aus Wasserfallkragen und Raffung an der Taille finde ich total schön. Ich habe bisher auch nur positive Kritiken über dieses Schnittmuster und seine tolle Passform gelesen. Schnell und unkompliziert genäht ist es auch noch. Ich habe mein Kleid aus einem sehr weich fallenden, ein bißchen tweedartigem Wollmischgewebe in schokoladenbraun mit petrol-, cognac- und beigefarbenen Sprenkeln genäht. Burda schlägt Stoffe mit etwas Stand vor, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass der Wasserfallkragen dann so schön fällt.

Das Schnittmuster ist wirklich super, es sitzt vor allem auch hinten im Rücken durch die Abnäher und die geschwungene Mittelnaht perfekt. Ich brauchte noch nicht mal eine Hohlkreuzanpassung zu machen. Ich habe nur meine üblichen Burda-Anpassungen vorgenommen – also ab der Hüfte ca. eine halbe Größe mehr als in Taille und Oberteil. Und ich habe die lange Ärmelvariante gewählt, Dreiviertelärmel finde ich zwar sehr hübsch, aber bei einem Winterkleid eher unpraktisch – entweder ist es so kalt, dass man an den Armen friert oder es ist zu warm für ein Winterwollkleid. Dann lieber komplett ärmellos mit Strickjacke darüber oder Rollkragenpullover darunter.

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Vorne hat das Kleid keine Abnäher, dafür auf der einen Seite auf Taillienhöhe eine Raffung. Der Rockteil vom Vorderteil ist außerdem bedingt durch die Form des Schnitteils im schrägen Fadenlauf geschnitten. Ich habe aber auch schon gelesen, dass man das Schnittmuster auch problemlos andersherum legen kann, so dass das Oberteil im schrägen und der Rockteil im geraden Fadenlauf zu liegen kommt.

Die Raffung an der linken Seitennaht funktioniert auch ziemlich gut, sie liegt etwas oberhalb der Taille und trägt auch nicht auf.

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Das Kleid hat übrigens einen U-Boot-Auschnitt und der Wasserfallkragen fällt tatsächlich ganz von alleine ganz genauso wie auf der Burda-Zeichnung!

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Ohne Ärmel sieht das Kleid übrigens auch nicht schlecht aus, ich habe schon überlegt, vielleicht noch eine ärmellose Variante zu nähen. Schade nur, dass das Kleid kein Futter hat. Wegen der Raffung wollte ich nicht einfach den Schnitt des Oberstoffes dafür nehmen, das Futter hätte ich dann doch lieber ohne Raffung an der Seite. Aber das war mir dann doch zu aufwendig, extra ein separates Futterkleid zu konstruieren.

Fedrige Wolken

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Dieses Kleid habe ich mal genäht, weil ich eine Möglichkeit suchte, den kleinen Rest Seidecrèpe aus dem Oberteil zu verwenden. Das war so ein Reststück, das ich unbedingt mitnehmen musste, weil mir die Farben und das Muster so gut gefielen – erinnert mich ein bißchen an Federn, ein bißchen an Wolken, ein bißchen an Himmel über der See..

Das Schnittmuster #130 aus der Burda Style 12/2008 war da genau passend: Man braucht wenig Stoff für das Oberteil und der Rockteil hat außerdem, obwohl es auf den ersten Blick eher schlicht aussieht, eine sehr interessante Schnittführung.

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Im vorden und hinteren Rockteil sind jeweils zwei Abhnäher und zusätzlich ist ein geschwungenes Seitenteil eingefügt, das ich besonders raffiniert finde:

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Das Oberteil wird hinten mit einem kleinen Überlapp geschlossen, auf der einen Seite mit einem Druckknöpfchen und auf der anderen Seite mit einem Knöpfchen- und Schlingenverschluß.

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Strandkleid

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Zum Schnell-Mal-Überwerfen am Strand oder Pool wollte ich gerne ein unkompliziertes und luftiges Kleid aus puderfarbenem Leinenjersey nähen. Das Schnittmuster für das Kleid Simone von Victory Patterns fand ich dafür perfekt, besonders die ungewöhnliche Rückenansicht hat es mir angetan!

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Ein paar Kleinigkeiten des Originalschnittmusters habe ich aber wieder geändert: Mein Kleid hat deutlich weniger VoKuHiLa – hinten Wadenlänge und vorne Minilänge erschien mit doch etwas zu extrem. Die hintere Mittelnaht ergab sich aus meiner begrenzten Stoffmenge – anders ließen sich die Schnitteile nicht unterbringen. Ich musste dadurch auch aus dem Rockteil in der hinteren Mitte etwas wegnehmen, aber ich finde die Weite völlig ausreichend so – es schwingt schön beim Gehen!

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Und den Einsatz im vorderen Ausschnitt habe ich auch weggelassen. Irgendwie störte mich das Hochgeschlossene und der merkwürdige kleine Riegel da. Dafür habe ich einfach die Biesen etwas höher gezogen und die Ausschnittlinie neu gezeichnet. Einfach nur weglassen kann man den Einsatz nicht, dann wäre der Ausschnitt viel zu tief.

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Den Einsatz am Rücken habe ich zur besseren Stabilität mit Bügeleinlage verstärkt, da hätte ich sonst Bedenken, dass der Jersey nicht genügend formstabil ist. Die Ausschnittkanten sind einfach mit Schrägband versäubert.

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Sommerliches Tunikakleid

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Aus den Resten meines Leinenstoffs von diesem Kleid habe ich mir ein sommerliches Tunikakleid für den Strand genäht. Nach dem Schnittmuster F (Tunic Dress with slit sleeves) aus dem ‘Stylish Dress Book’ von Yoshiko Tsukiori. Ich habe allerdings an den Seiten etwas Weite weggenommen und drei Reihen Gummismok zur Taillierung eingenäht. Die weite A-Linie des Originals gefiel mir an mir nicht so gut.

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Besonders schön finde ich die ungewöhnlichen, dreiviertellangen Ärmel, die durch den Schlitz schön luftig bleiben und den kleinen Schlitz am Ausschnitt.

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Etwa auf Ellbogenhöhe werden sie durch ein Knöpfchen zusammengehalten, dass ich mir hier abgeschaut habe. Im Original sind Schleifchen vorgesehen.

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Hinten hat das Kleid bei mir (anders als beim Original) eine Mittelnaht – das ging leider nicht anders, da ich nur noch kleinere Stoffreste zur Verfügung hatte. Auf die Musterverteilung konnte ich deswegen auch keine Rücksicht nehmen, aber überraschenderweise fällt (mir zumindest) das am fertigen Kleid gar nicht so ins Auge. An meinem anderen Kleid aus diesem Stoff habe ich noch Ewigkeiten herumprobiert, wie man die Schnittteile am besten in dem unregelmäßigen Musterrapport unterbringt.

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Das Kleid ist ungefüttert und schnell und einfach genäht, die Anleitung aus dem Buch fand ich gut zu befolgen. Der kleine Schlitz vorne am Ausschnitt ist verstürzt.

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